Der Islam- die dankbarei und unbedingte Hingabe an Allah
Die jüngste der Weltreligionen geht auf Mohammed (570 – 632 n. Chr.) als Stifter zurück, der die neue Religion aus arabischen, jüdischen und christlichen Elementen gestaltet hat. Mohammed betrachtet sich als Gesandten Gottes und Vollender der jüdischen und christlichen Religionen, die er als die „reine Religion Abrahams“ wiederherstellen will.
Von den Zentralheiligtümern Mekka und Medina aus erobert der Islam in mehreren Wellen die arabischen Länder in Nordafrika und Vorderasien, den Balkan, die Türkei, den Iran, Teile des indischen Subkontinents und der ostasiatischen Inselwelt. Der Islam spaltete sich früh in verschiedene Richtungen, der Großteil der Moslems gehört der Gruppe der Sunniten an, die radikalere Gruppe sind die Schiiten, die vor allem im Iran leben.
Für die Muslime ist der Koran heilige Schrift wunderbaren göttlichen Ursprungs. In 114 Suren (Abschnitten) sammelt er Aussprüche die Mohammed in den letzten 20 Jahren seines Lebens als Offenbarungen getätigt hat. Die Suren werden häufig mit dem göttlichen Befehl „Sag!!“ eingeleitet. Sie sind der Länge nach geordnet, sie enthalten religiöse Lehren und Pflichten, die das Leben des Einzelnen und der islamistischen Gesellschaft ordnen. Maßgebliche Auslegungen beziehen die Offenbarungen auf die gewandelten Lebensverhältnisse. Der Islam würde es aber als Verrat betrachten, die Vorschriften z. B. des Familien-, Straf-, und Wirtschaftsrechts als Zeitbedingte Bestimmungen einfach aufzugeben.
Die Uroffenbarung des Islam lautet: „Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed ist der Gesandte Gottes“. Dieses Bekenntnis gibt den Monotheismus wieder, der wie im Judentum durch das Bilderverbot noch verstärkt wird. Mohammed wird als Lehrer und Vorbild tief verehrt, doch kommen ihm keine göttlichen Ehren zu.
Die Größe Gottes zeigt sich darin, dass die ganze Welt dem einen Schöpfer, Erhalter und Richter unterworfen ist. Die Auszeichnung des Menschen besteht im Auftrag, Gottes gütigen Willen aus Einsicht und dankbarer Hingabe (=Islam) zu erfüllen. Am jüngsten Tag wird Allah allen Menschen irdisches Tun vergelten und den Gerechten die ewigen Wonnen des Paradieses schenken.
Die fünf Säulen des Islam:
Das Glaubensbekenntnis: es gibt keinen Gott außer Allah, und Mohammed ist sein Prophet
Das Gebet fünfmal täglich: bei Sonnenaufgang, zur Mittagszeit, am späten Nachmittag, bei Sonnenuntergang, nach Sonnenuntergang, Dieses Pflichtgebet wird kniend in Richtung Osten – Mekka - durchgeführt
Das Almosengeben: wurde fast zu einer geregelten Steuer ausgebildet,
Das Fasten: dreißigtägiges Fasten im Monat Ramadan (=beweglich). Strenges Speise-, Alkohol-, Geschlechtsverkehrs-, und Rauchverbot
Wallfahrt nach Mekka: jeder körperlich und finanziell fähige Moslem sollte einmal im Leben nach Mekka pilgern.
Im Islam sind Glücksspiele, Schweinefleisch und Alkohol verboten, mehr zählen aber die Gebote wie Brüderlichkeit, Gastfreundschaft und die gute Behandlung Untergebener. Das missionarische Sendungsbewusstsein des Islam hat zu seiner raschen Ausbreitung geführt. Wer sein Leben für eine menschenwürdige islamische Gesellschaft einsetzt, darf die unmittelbare Aufnahme ins Paradies erhoffen. Im Islam sind Religion und Politik untrennbar miteinander verbunden.
Ein Symbol des Islam: Die Shahäda ist ein kunstvolles arabisches Schriftzeichen, das bedeutet: „Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed ist der Gesandte Gottes“.
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