Die Alchemie der Dinge
Alle im Universum erschaffenen und existierenden Substanzen, ohne Rücksicht auf ihren Grad an geistiger Subtilität oder materieller Dichte, bestehen aus den drei Grundprinzipien der Alchemisten. Mit einer rechten Kenntnis der Kunst kann man die Materie öffnen, so dass die drei Grundprinzipien in materieller Gestalt dargestellt werden können. Über die drei Grundprinzipien der Alchemisten ist viel geschrieben worden. Doch scheint es mir, dass der unverständliche Nebel, der diese drei Prinzipien verhüllt, heute genauso undurchsichtig ist wie früher.
Es ist ein sehr schweres Unterfangen, etwas erklären zu wollen, das die Möglichkeit des Wortes übersteigt und mehr durch das Fühlen, denn durch das Denken erfaßt werden kann. Auch darf man sich nicht von der scheinbaren Leichtigkeit verleiten lassen, gesagt zu bekommen, dass die drei Grundprinzipien dieses oder jenes sind. Dies scheint mir vor allem anderen der Grund dafür zu sein, dass der Geist in einer gewissen Art des Denkens blockiert und gefangen wird, weshalb ich annehme, dass die Alten solche vagen Begriffe gebrauchten. Durch die alte Methode wurde der Geist gezwungen, sich auf die Symbole zu konzentrieren, bis die Saat in der Psyche gereift war und schließlich geerntet werden konnte.Es ist ohne zu übertreiben äußerst schwierig für den Anfänger in der Alchemie, ein konkretes, plastisches Bild dieser drei Kräfte in seinem Geist zu formen. Ich kann nur hoffen, dass meine Darstellung dem Aspiranten der Alchemie hilft und ihn oder sie nicht vollkommen verwirrt. Lassen sie mich deshalb am Anfang bemerken, dass meine Darstellung der drei Grundprinzipien merklich von der anderer moderner Autoren der Pflanzenalchemie abweicht. Viele zeitgenössische Studenten mögen sich fragen, was aus dem ihnen vertrauten Ethylalkohol, den flüchtigen ätherischen Ölen und den wasserlöslichen Salzen geworden ist. Seien sie versichert, dass diese auf jeden Fall in der Pflanzenalchemie Verwendung finden. Ich habe sie lediglich so angewandt, wie ich glaube, dass es ihrer wahren und korrekten Funktion entspricht. Der Ethylalkohol, die ätherischen Öle und die wasserlöslichen Salze, die aus den Pflanzen gewonnen werden, sind eigentlich nur die Träger der drei Grundprinzipien. Eigentlich gehören diese Substanzen eher in den Bereich der vier Elemente, denn in den der drei Grundprinzipien.
In der Alchemie sind die Namen, die man den drei Grundprinzipien gegeben hat, Körper, Seele und Geist bzw. Sal, Sulfur und Merkurius. Es wird wohl nicht nötig sein, einem logisch denkendem Menschen zu erklären, dass Quecksilber, Tafelsalz und Schwefel nicht die Grundbausteine des Lebens oder die Vorläufer des Goldes sind. Stattdessen sollte man die Fähigkeit der Analogie betrachten, um die Geheimnisse zu ergründen, die man zu enträtseln wünscht. Durch die Untersuchung des Körpers, der Mythologie und auch der Symbole, die benutzt werden die drei Grundprinzipiendarzustellen, kann man viele Einsichten in ihre Bedeutung erlangen.
Die letzen 3 postings by diequelle
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