Grundsäulen klassischer Naturheilverfahren

 

Farben sind Bestandteile des Sonnenlichtes oder – physikalisch gesprochen – des ’weissen Lichtes’ (Wellenlänge 380 – 750 nm). Als Naturphänomen erkennbar in der Bildung des Regenbogens, in der Physik durch Ablenkung des weisses Lichtes mit Hilfe eines Glasprismas. Die verschiedenen Farben entsprechen verschiedenen Wellenlängen. Sonnenlicht ist eine Grundlage unseres Lebens auf der Erde. Wird Pflanzen, Tieren oder dem Menschen Licht entzogen, so stellen sich Konsequenzen kurzfristig ein, die Entwicklung stoppt.

Farbe – Licht – Leben

Der Beginn der Farb- und Lichttherapie liegt Ende des 19. Jahrhunderts. Die neueren Forschungen ergeben: In jeder unserer Zellen ist Licht. Die Zellen aller Lebewesen geben Licht ab. Das Licht dient der Informationsvermittlung.
In der Medizin gehört die Licht-Therapie im Rahmen der Klimatherapie mit zu den Grundsäulen der klassischen Naturheilverfahren. Licht, Luft, Wasser, Bewegung und Ernährung sind Basisaspekte in der Ordnungstherapie zur Heilungsförderung und Regeneration des Organismus. In den letzten Jahren findet die Lichttherapie Eingang in die Psychosomatische und Psychiatrische Therapie. Die Patienten schauen hier direkt in das Licht. Sie werden mit speziell angefertigten Leuchten behandelt. Über das Auge, die Netzhaut, wird das Licht weitergeleitet in unser Gehirn. Dort hat es eine ausgleichende und regulierende Funktion.

Diagnose und Therapie

Die Farben, als ’Unterfrequenzen des sogenannten weissen Lichtes’, werden in verschiedenen Formen zu Diagnose und Therapie eingesetzt:

Farben lösen im Menschen Gefühls- und Verhaltensweisen aus. Im Umkehrschluss lassen sich durch die Farbwahl Rückschlüsse auf die psychische Gesamtsituation und vorhandenen Grundkonflikte ziehen. Auf dieser Basis entwickelte Prof. Lüscher bereits 1949 einen Farbtest, der mittlerweile in seiner computerisierten Form eine erstaunlich gute Zusammenfassung der jeweils aktuellen Konfliktsituation und der individuelle Reaktionsweise gibt. Er ist kein Ersatz für eine erforderliche psychotherapeutische Behandlung, bietet jedoch einen guten Einstieg.

In der Anthroposophie wird auf der Grundlage der Farbentheorie v. Goethe über die Gestaltung der Wandfarben in Kindergärten, Schulen, Heilpädagogischen Einrichtungen u. Krankenhäusern versucht, Einfluss auf die seelische Gesundung / Gesunderhaltung zu nehmen.

Ein ganz anderes Anwendungsgebiet sind Farbbestrahlungen von erkrankten Stellen oder des gesamten Körpers und die punktförmige Bestrahlung der Akupunkturpunkte. Hier werden Mikrosysteme, Reflexzonen oder Triggerpunkte gezielt beeinflusst. So gibt es u.a. die Farbakupunktur nach P. Mandel, die Chromotherapie nach D. Dinshah, die Mora-Therapie (Bioresonanztherapie), die (Soft-)Lasertherapie.
Diesen Therapieformen ist die Übertragung der entsprechenden Frequenzen des Lichtes, auf die menschlichen Zellstrukturen über die Vermittlung von Haut oder Auge gemeinsam. Gerne werden parallel auch andere Frequenzen in Form der Klang- oder Aromatherapie mitverwendet.

Die Farblichttherapie hat heute leider noch weitestgehend den Status einer Aussenseitermethode. Ein Status, der durch entsprechende Beachtung der vorhandenen Kenntnisse im physikalischen Bereich aber schnell änderbar wäre.

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